Lotse
Das Logbuch für alle deine Vorhaben

Nach Wochen wieder rein, in dreißig Sekunden.

Lotse merkt sich für jedes Projekt, wo du stehst, was zuletzt passiert ist und was als Nächstes dran ist. Software, Werkstatt, Haus, Musik, Steuer, Reise: alles an einem Ort, verschlüsselt, auf deinem Rechner.

Windows, macOS und Linux. Quellcode öffentlich auf GitHub. Kein Konto nötig, keine Telemetrie, keine Fremdskripte, auch nicht auf dieser Seite.

Kennst du das?

Drei Monate Pause, und das eigene Projekt ist ein Fremder.

Der Ordner ist noch da. Die Idee auch. Nur der Faden nicht. Lotse hebt ihn für dich auf, ohne dass du dafür etwas pflegen musst.

Die Lampe im Regal
Der Mikrocontroller blinkt noch, die Firmware liegt irgendwo, und welcher Pin war noch mal der Taster? Du fängst fast von vorn an.
Mit Lotse: Beim Öffnen steht oben der Brief. Dein letzter Stand in deinen Worten, die offene Frage, und welche Dateien sich seitdem geändert haben.
Zwölf Projekte, ein Kopf
Steuer, Website, Gartenhaus, Bandprobe, das Buch. Irgendetwas hängt immer, und du weißt erst zu spät, was.
Mit Lotse: Der Hafen zeigt alle Vorhaben auf einen Blick. Auffällig wird nur, was länger schweigt, als es für diese Art Projekt normal ist.
Das Router-Passwort vom letzten Mal
Steht in einer Textdatei. Oder in einer Mail an dich selbst. Oder auf dem Zettel, der beim Umzug verloren ging.
Mit Lotse: Zugangsdaten liegen im Tresor direkt am Projekt, verschlüsselt, auf allen deinen Geräten. Was besonders heikel ist, bleibt nur auf dem Desktop lesbar.
So geht es

Ein Blick, und du weißt, wo du stehst.

Du arbeitest wie immer. Lotse schaut deinen Ordnern und Repos zu, führt das Logbuch mit und fragt dich nur an einer einzigen Stelle nach einem Satz: wenn du ein Projekt bewusst liegen lässt.

1

Ordner zeigen

Lotse durchsucht deine Projektordner und schlägt in der Hafeneinfahrt vor, was es gefunden hat. Du übernimmst mit einem Klick.

2

Arbeiten wie immer

Geänderte Dateien und Commits landen als verdichtete Zeile im Logbuch. Eigene Gedanken erfasst du in einem Feld, mit Enter.

3

Vor Anker gehen

Wenn du ein Projekt pausierst, fragt Lotse nach einer Übergabenotiz. Vorbefüllt aus den offenen Fäden, ein Klick genügt.

4

Wiederkommen

Monate später öffnest du das Projekt und liest den Brief: wo du warst, was seitdem passiert ist, was jetzt dran ist.

Das Logbuch schreibt sich mit

Jede Änderung im Ordner, jeder Commit, jede Notiz von dir oder deinem KI-Assistenten steht in einer Zeitleiste. Nichts wird überschrieben, nichts geht verloren.

Ein Feld, ein Satz, Enter

Keine Formulare, keine Kategorien, keine Pflichtfelder. Ein Gedanke ist in drei Sekunden festgehalten, deshalb hältst du ihn auch fest.

Die eine Frage, die sich lohnt

Nur wenn du ein Projekt bewusst liegen lässt, bittet Lotse um einen Satz für dein späteres Ich. Der wird zum Anfang des Briefs, den du beim Wiederkommen liest.

Was Lotse kann

Weniger merken. Mehr machen.

Alles, was Lotse tut, spart dir Kopfplatz: das Nachdenken, wo du warst, das Suchen, wie du es damals gelöst hast, das Kramen nach dem Passwort.

Der Brief beim Öffnen

Wie lange warst du weg, was war dein letzter Stand, welche Fäden sind offen, was hat sich seitdem im Ordner getan. Alles auf einer Seite, bevor du irgendetwas anfasst.

Entsteht aus deiner Übergabenotiz, den offenen Fäden und der Aktivität seit dem letzten Besuch.

Der Hafen für alle Vorhaben

Jedes Projekt mit seinem letzten Logbuch-Satz und dessen Alter. Rot wird nur, was wirklich hängt. Pausierte Projekte sind ruhig, nicht überfällig.

Ein Garten darf 60 Tage schweigen, Software 14. Jede Projektart hat ihr eigenes Maß, du kannst es ändern.

Das Logbuch führt sich selbst

Lotse beobachtet deine Projektordner und Git-Repos und schreibt pro Tag eine verdichtete Zeile: was sich geändert hat, welche Commits dazukamen.

Nur Namen, Zeiten und Commit-Texte. Der Beobachter liest keine Dateiinhalte, Schlüssel und Konfigurationsdateien nie.

Der Tresor am Projekt

Router-Passwort, API-Schlüssel, Kundenzugang, Bank-PIN fürs Bauprojekt: dort, wo du sie brauchst, verschlüsselt mit deinem Master-Passwort.

Zwei Stufen: »überall« für alle Geräte, »nur Desktop« für Dinge, die ein fremder Rechner nie sehen soll.

Wie hab ich das damals gemacht?

Volltextsuche über alle Logbücher, Notizen und Referenzen aller Projekte. Der Trick von vor zwei Jahren ist drei Wörter entfernt.

Beim Abschließen fragt Lotse nach einer Sache fürs nächste Mal. Die findest du dann auch.

KI, die dein Projekt kennt

Claude Code und andere Assistenten lesen über den eingebauten MCP-Server den Projektkontext und tragen ins Logbuch ein, was sie erledigt haben. Ein Klick in den Einstellungen öffnet den Zugang; er hört nur auf diesem Rechner und schließt sich, sobald Lotse sperrt.

Der Tresor ist über diese Schnittstelle nicht erreichbar, nicht einmal die Titel der Einträge.
Für alles

Ein Projekt ist alles, was einen Anfang hat und irgendwann fertig sein soll.

Lotse fragt nicht nach Sprints, Tickets oder Boards. Es erkennt an deinen Dateien, um welche Art Vorhaben es sich handelt, und passt Erwartung und Vorschläge daran an.

SoftwareApps, Skripte, Websites, Bibliothekenerkennt .git, Cargo.toml, package.json
Hardware & MakerMikrocontroller, Platinen, 3D-Druckerkennt platformio.ini, .kicad_pro, .stl
Haus & GartenUmbau, Gartenhaus, Werkstatterkennt Fotos und PDFs
KreativMusik, Foto, Film, Schreibenerkennt .als, .logicx, .scriv, RAW
Finanzen & VerwaltungSteuer, Versicherung, Anträgeerkennt PDFs mit Jahreszahl
Lernen & ForschungKurse, Abschlussarbeit, Experimenteerkennt .ipynb, .bib, .tex
Reise & VeranstaltungRoadtrip, Hochzeit, Vereinsfestruhig bis 120 Tage
Alles andereAuch ohne einen einzigen OrdnerLogbuch und Tresor reichen
Sicherheit

Deine Daten gehören dir. Wörtlich.

Alles wird auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor es irgendwohin geht. Der Sync-Dienst bekommt nur Umschläge, und den Schlüssel dazu erzeugt allein dein Master-Passwort.

Nur du kannst lesen

Projekte, Logbücher und Tresor sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Der Sync-Dienst sieht Kennungen und Zeitstempel, aber nie einen Titel, einen Satz oder ein Passwort.

Fremder Rechner, halbes Risiko

Tresor-Einträge der Stufe »nur Desktop« brauchen zusätzlich einen Schlüssel, der nur im Schlüsselbund deines eigenen Rechners liegt. Ein Keylogger im Büro bekommt damit keine Bank-PIN, selbst mit deinem Passwort.

Ein vergessenes Passwort ist nicht das Ende

Beim Einrichten bekommst du einen Wiederherstellungscode. Er gehört in deinen Passwortmanager und öffnet dein Konto, wenn das Passwort weg ist. Wer beides nicht hat, hat nichts.

Schlüsselhierarchie: Master-Passwort und Wiederherstellungscode entsperren jeweils den Konto-Schlüssel. Aus dem Konto-Schlüssel entstehen die Schlüssel für Projekte und Logbücher, die lokale Datenbank und den Tresor »überall«. Der Tresor »nur Desktop« braucht zusätzlich den Desktop-Schlüssel. Master-Passwort Wiederherstellungscode Desktop-Schlüssel nur im Schlüsselbund dieses Rechners Argon2id Notfall beides nötig Konto-Schlüsselzufällig, nie übertragen Projekte & Logbücher Lokale Datenbank Tresor »überall« Tresor »nur Desktop« jeder Bereich mit eigenem Schlüssel
kennst nur duentsteht auf deinem Gerät, wird nie übertragendaraus abgeleitet

Aus einem Passwort, das nur du kennst, entstehen alle Schlüssel. Löschst du einen Tresor-Eintrag, wird sein Schlüssel vernichtet; damit sind auch alte Sync-Kopien und Backups des Eintrags unlesbar.

Was du siehst
Projekt   Gartenhaus
Art       offener Faden
Text      Bewehrung nötig? Nachbarn fragen.
Zeit      6. September 2026, 21:14
Was der Sync-Dienst speichert
id          01M1VYYC0K2DMA5TTHF6YH17EJ
kind        note
hlc         1757182545000-0001-01M1VYX…
ciphertext  9GkR2vQ7…  (Rauschen ohne deinen Schlüssel)

Keine eigenen Krypto-Erfindungen: Argon2id, HKDF-SHA256 und XChaCha20-Poly1305 aus RustCrypto, zusammengesetzt wie bei bekannten Passwortmanagern. Das vollständige Bedrohungsmodell ist öffentlich, samt dem, was Lotse bewusst nicht verteidigt.

Überall dabei

Auf dem Laptop. Am Rechner in der Werkstatt. Im Terminal.

Die Desktop-App ist das Zuhause deiner Projekte. Weitere Geräte holen sich den Stand über einen kleinen Sync-Dienst, der nichts versteht, was er speichert. Und wer lieber tippt, nutzt die Kommandozeile.

Desktop-App

Vorschau 0.6

Hafen, Brief, Logbuch, offene Fäden, Tresor mit beiden Stufen, Ordner-Beobachter, Stand von GitHub und GitLab, Termine aus deinem Kalender, einzelne Dateien deuten lassen, Suche und Export. Hält sich selbst aktuell: sie lädt die neue Fassung, prüft deren Signatur und tauscht sich aus. Windows, macOS und Linux – aus einem .deb oder .rpm heraus übernimmt das die Paketverwaltung.

läuft komplett lokal · Daten in einer verschlüsselten Datei

Sync-Dienst

läuft

Optional. Speichert verschlüsselte Umschläge und liefert Änderungen an deine anderen Geräte. Kostenlos selbst betreibbar auf Cloudflare.

sieht: id · kind · hlc · ciphertext

Zweites Gerät

Browser folgt

Jeder weitere Rechner meldet sich mit E-Mail und Master-Passwort an und hat danach denselben Stand. Der Zugriff aus dem Browser ist in Arbeit.

Geräte einzeln widerrufbar

Für Tastatur-Menschen und KI-Assistenten

Die Kommandozeile kann alles, was die App kann: erfassen, suchen, Tresor, Ordner scannen, exportieren. Sie erkennt das Projekt am Ordner, in dem du gerade stehst.

Über lotse mcp bekommen Claude Code und andere Assistenten den Kontext deines Projekts und schreiben ihre Arbeit ins Logbuch. Der Tresor bleibt für sie unsichtbar. Wer die App ohnehin offen hat, öffnet den Zugang dort mit einem Klick – dann braucht kein Passwort in einer Konfigurationsdatei zu stehen.

Und wenn du Lotse irgendwann nicht mehr willst: Ein Befehl legt alle Projekte als Markdown-Ordner ab, ein anderer sichert alles in einer verschlüsselten Datei, die sich ohne Lotse öffnen lässt.

Download

Kostenlos. Für deinen Rechner.

Lotse ist eine frühe Vorschau: Der Kern ist getestet, die Oberfläche wächst. Die Installer sind nicht code-signiert, deshalb warnen Windows und macOS einmal beim ersten Start. Danach hält Lotse sich selbst aktuell.

Windows
Windows 10 und 11 · 64 Bit
macOS
Apple Silicon und Intel
Linux
AppImage, Debian/Ubuntu, Fedora
Kommandozeile
Nur das Programm lotse, als Archiv
Windows: SmartScreen meldet »unbekannter Herausgeber«. Über »Weitere Informationen« lässt sich die Installation fortsetzen. macOS: Beim ersten Start Rechtsklick auf die App, dann »Öffnen«. Beim Einrichten zeigt Lotse einmalig den Wiederherstellungscode und den Desktop-Schlüssel. Beides gehört in deinen Passwortmanager. Alle Veröffentlichungen mit Prüfsummen: github.com/phish3144/lotse/releases
Lieber selbst bauen?

Rust-Toolchain und OpenSSL-Header genügen für die Kommandozeile. Für die Desktop-App zusätzlich Node.js und die Tauri-Abhängigkeiten deines Systems.

git clone https://github.com/phish3144/lotse.git
cd lotse && cargo build --release -p lotse-cli
export LOTSE_HOME=~/.lotse
./target/release/lotse init --geraet "Laptop"
./target/release/lotse scan ~/Projekte
./target/release/lotse hafen
Fragen

Was Leute vor dem Herunterladen wissen wollen.

Kostet Lotse etwas?

Nein. Desktop-App und Kommandozeile sind kostenlos. Der Sync-Dienst ist offen und läuft auf dem Gratisplan von Cloudflare, den du selbst anlegen kannst; ein gehosteter Dienst kommt später als bezahlte Bequemlichkeit, nie als Bedingung.

Wo liegen meine Daten?

In einer verschlüsselten Datenbank auf deinem Rechner. Der Abgleich zwischen Geräten ist freiwillig. Du kannst jederzeit alles als Markdown-Ordner oder als verschlüsselte Sicherung exportieren, die sich auch ohne Lotse öffnen lässt.

Liest Lotse meine Dateien?

Von allein nie. Der Ordner-Beobachter sieht nur, welche Datei sich wann geändert hat und welche Commits dazukamen; Inhalte liest er nicht. Du kannst Lotse aber eine einzelne Datei ausdrücklich hinhalten – ein PDF, eine Notiz, eine Tabelle – und sie deuten lassen. Dann siehst du vorher den vollständigen Auszug, der das Gerät verlassen würde, und entscheidest. Dateien wie .env, Schlüssel oder Zertifikate stehen auf einer festen Ausschlussliste und werden auch dann nicht geöffnet.

Was sieht der Sync-Dienst?

Verschlüsselte Umschläge mit einer Kennung, einem Zeitstempel und der Art des Datensatzes. Keine Titel, keine Texte, keine Passwörter. Er kann Datensätze auch nicht unbemerkt vertauschen, weil jeder Umschlag an seine Kennung gebunden ist.

Was passiert, wenn ich mein Passwort vergesse?

Du nutzt den Wiederherstellungscode, den Lotse beim Einrichten einmal anzeigt. Bewahre ihn im Passwortmanager auf. Ohne Passwort und ohne Code kann niemand die Daten öffnen, auch wir nicht.

Ersetzt Lotse meinen Passwortmanager?

Nein, und das soll es auch nicht. Web-Logins gehören weiter in Proton Pass, Bitwarden oder 1Password. Lotse hält, was zu einem Projekt gehört und sonst in einer Textdatei landen würde: der Router vom Bauprojekt, der API-Schlüssel der Website, der Kundenzugang.

Wie fertig ist das Ganze?

Eine frühe Vorschau. Der Kern (Speicher, Verschlüsselung, Tresor, Sync, Erkennung, Beobachter, Abruf von GitHub und GitLab) ist getestet und läuft in der Kommandozeile. Die Desktop-App bindet ihn an und wächst gerade: automatisches Sperren, der MCP-Zugang für Assistenten und der eingebaute Updater laufen, die Systemleiste folgt. Der Zugriff aus dem Browser ist der nächste große Schritt.

Warum sind die Installer unsigniert?

Code-Signaturzertifikate für Windows und macOS kosten Geld und Zeit, die im Moment in die Anwendung gehen. Deshalb warnen beide Systeme einmal beim ersten Start. Der Quellcode ist öffentlich, jeder Build entsteht nachvollziehbar aus ihm, und neben jedem Archiv liegt eine Prüfsumme.

Davon getrennt sind die Update-Signaturen: jede Fassung wird mit einem Schlüssel unterschrieben, dessen öffentliche Hälfte in der App steckt. Nur was dazu passt, tauscht Lotse gegen sich selbst ein — sonst wäre der Updater ein bequemer Weg für jeden, der die Verbindung kontrolliert.